Als Emil Trachsler, ein Schweizer Gerätefabrikant der ersten Stunde, einen Käufer für seine Firma in Hallau sucht, wittert der begeisterte Turner und gelernte Schmied Robert Alder-Fierz die Chance seines Lebens, übernimmt 1891 die E. Trachsler & Cie. samt ihren Patenten und beginnt im zürcherischen Küsnacht unter eigenem Namen mit der Fabrikation von Turngeräten. 

1909 fusioniert Alder mit dem Flawiler Konkurrenten Gebr. Eisenhut. Daraus entsteht die Firma R. Alder-Fierz & Gebr. Eisenhut, erste schweizerische Turngerätefabrik. Vier Jahre später wird die Produktion von Küsnacht ins toggenburgische Kappel verlegt. Dort ist das über 125-jährige Unternehmen noch heute domiziliert.

 

 

Das "Universal-Turngeräth", ein Barren, der auch als Reck und Schaukel verwendet werden konnte, war ein Hit!

Erste Preisliste von 1891

Produktion mit eigener Energie

Schon von Beginn an wurde die Energie in Ebnat-Kappel selber mit Wasserkraft erzeugt: zuerst mechanisch, später wurde Strom erzeugt mit 2 Turbinen. Die Maschinen wurden mittels Transmisson angetrieben. In den 1970er Jahren wurde das Flusskraftwerk dann aufgegeben.

Kriegszeiten

Auf Robert Alder-Fierz folgte dessen Sohn, der aus Brasilien zurück kam, um die Firma zu übernehmen. In den Kriegsjahren war die Firma einer Zerreissprobe ausgesetzt, denn Stahl, Holz und Fahrzeuge wurden vom Bund requiriert. Das Personal musste überdies Militärdienst leisten.

Boomjahre

Nach dem 2. Weltkrieg erholte sich das Geschäft sehr schnell und Alder + Eisenhut war sehr erfolgreich in diversen Märkten.
1956 konnte Alder + Eisenhut sogar die Olympiade in Melbourne ausrüsten, die dann aber von der Schweiz aus Protest gegen die Sowjetunion boykottiert wurde.
Nachdem sich 1938 einer der Gebrüder Eisenhut tödlich verletzte, trat 1952 auch der 2. Bruder in den Ruhestand. Die Marke "Alder & Eisenhut" war aber so bekannt, dass man sich entschied, den Namen Eisenhut trotzdem weiter zu führen.
1966 übernahm Robert H. Alder, der Enkel des Gründers in 3. Generation die Firma

Auf und Ab

In den 1970er und 1980er Jahren gab es weitere bewegte Auf und Ab's. So spielten sich einerseits Boomjahre ab, in denen über 200 Turnhallen pro Jahr erstellt wurden. Grösste Sorgen damals war die Lieferfähigkeit sowie die Inflation. Andererseits gab es Rezessionen wie z.B. in der Ölkrise. Daneben mussten Entscheidungen für enorme Investitionen in Immobilien und Anlagen getätigt werden. 1996 übernahm R.T. Alder in 4. Generation das Ruder, der die Firma bis zum heutigen Tag führt.

Lust auf historische Bilder geweckt? Schauen Sie sich Turnen von damals an.

(Quelle: DVD: eins - zwei - drei, Ein Rückblick auf zwei Jahrhunderte Turnen und Sport in der Schweiz, 175 Jahre STV)

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